Die 5. Kompanie ist eine Fallschirmjägerkompanie ohne erweiterte Grundbefähigung (EGB). Als reine Infanteriekompanie beweist sie sich durch das Abbilden infanteristischer Fähigkeiten wie z.B. Verteidigung, Konvoischutz, auf- und abgesessene Patrouille, Spähtrupp oder auch den Jagdkampf hinter feindlichen Linien auf kritische Infrastruktur oder wichtige Führungseinrichtungen. 

 

Zusammen mit den beiden anderen, reinen Fallschirmjägerkompanien, der 4. und der 6. Kompanie, bildet die 5. Kompanie eines von drei klassischen Manöverelementen des Regimentskommandeurs. Der Schwerpunkt der Fähigkeiten der Kompanie liegt jedoch im Angriff.

 

Fallschirmjäger sind ein offensives Element, weshalb die Kernfähigkeit im infanteristischen Angriff im dicht bewaldeten oder bebautem Gelände liegt; und dies insbesondere nach Luftlandung oder Fallschirmsprungeinsatz. Durch ihre spezielle Ausbildung deckt die Kompanie sowohl die Verbringungsart des Fallschirmsprungs als
auch der Luftlandung ab. Beim Fallschirmsprung springen Fallschirmjäger aus Luftfahrzeugen ab. Bei einer Luftlandung landet das Luftfahrzeug und setzt die Fallschirmjäger aus. Die 5. Kompanie ist zu beiden Verbringungsarten befähigt.

 

Die größte Herausforderung besteht darin, in der taktischen Aufgabe nach Fallschirmsprungeinsatz oder Luftlandung zu bestehen. Insbesondere der Angriff erfordert aufgrund der isolierten Lage und der eingeschränkten Versorgung aus der Luft schnelles, beherztes und entschlossenes Handeln sowie besonderen Durchhaltewillen von allen Fallschirmjägern. Hierzu stehen dem Kompaniechef vier Fallschirmjägerzüge zur Verfügung: Drei reine Infanteriezüge und ein schwerer Infanteriezug, der aus Scharfschützentrupps, Granatmaschinenwaffentrupps und Panzerabwehrtrupps besteht.

 

In der Regel bildet der Kompaniechef daraus drei verstärkte Züge, indem er jeden Infanteriezug mit schweren Trupps verstärkt und so wiederum drei Manöverelemente erhält.


Die Ausrüstung der Kompanie ist gänzlich auf die Verbringung mit Fallschirmen bzw. mit Luftfahrzeugen als Innen- oder Außenlasten ausgelegt. Speziell geschultes Lufttransportpersonal der Kompanie übt sich daher regelmäßig in der Zusammenarbeit mit Piloten und Luftfahrzeugbesatzungen, um ihre Fertigkeiten hier aufrecht zu erhalten.

Über das klassische Spektrum des Fallschirmjägers hinaus, steht die Kompanie für Einsätze jederzeit zur Verfügung, und dies getreu dem Motto „einsatzbereit – jederzeit – weltweit“. So bestritt sie bereits mehrmals Kontingenteinsätze, z.B. im Rahmen des ISAF-Einsatzes in Afghanistan. Des Weiteren ist sie innerhalb kürzester Zeit abrufbar, um im Rahmen militärischer Evakuierungsoperationen deutsche Staatsbürger aus Krisen-situationen zu evakuieren.


Die hohe Fachexpertise des Personals und die stetige Einsatzbereitschaft bedürfen eines hohen Engagements der Führer und Soldaten. Ein auf die Einzelbedürfnisse abgestimmter Ausbildungsbetrieb ermöglicht parallele Vorhaben und stellt durch fordernde Ausbildung die Einsatzbereitschaft sicher. Abgerundet wird der vielfältige Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzbetrieb durch eine regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Großübungen z.B. in Belgien oder Frankreich, Truppen-übungsplatzaufenthalte im gesamten Bundesgebiet, lehrgangsgebundene Ausbildung insbesondere für Kraftfahrer und Fallschirmspringer sowie die Teilnahme an internationalen Sprungdiensten z.B. in den USA oder den Niederlanden. All dies gibt den Soldaten der 5. Kompanie viel Dienstzufriedenheit, bringt aber auch Entbehrungen mit sich.

Fallschirmjägerkaserne

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Quellenangabe für Texte und Fotos dieser Homepage: Standortbroschüre der Fallschirmjägerkaserne Seedorf 2016

 

Herausgeber der Broschüre: Hauptmann

Ulf Ernst Fallschirmjäger- regiment 31