Gelbes Band der Solidarität
Grüße für Soldaten in Afghanistan: Stadt Zeven und Samtgemeinde Selsingen starten Aktion mit Bürgern

Hunderte Soldaten aus der Fallschirmjäger-Kaserne in Seedorf befinden sich weiter im ISAF-Einsatz in Afghanistan. Die letzten Kameraden werden voraussichtlich zum Frühlingsbeginn zurückkehren. Um die Verbundenheit der Bürger aus der hiesigen Region mit den in Afghanistan eingesetzten Soldaten zum Ausdruck zu bringen, starteten die Stadt Zeven und die Samtgemeinde Selsingen jetzt eine weitere Aktion: Bürger können auf gelben Bändern ihre persönlichen Grüße und Wünsche für das neue Jahr an die Soldaten formulieren.
Die mit dem Selsinger und Zevener Wappen bedruckten Bänder sind jeweils zwei Meter lang und 15 Zentimeter breit. Insgesamt 20 dieser Bänder sollen jetzt beschriftet werden, damit sie am 20. Januar beim Neujahrsempfang in der Kaserne Seedorf feierlich übergeben werden können - im besten Falle als ein 40 Meter langes Band mit Grüßen und Wünschen aus der Region.Der Startschuss für die Aktion fiel gestern Abend beim Neujahrsempfang der Stadt Zeven. Bis zum Mittag des 20. Januar werden die Bänder in den Rathäusern in Selsingen und Zeven ausliegen, um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, ihre Grüße und Wünsche niederzuschreiben. Denkbar ist auch, dass Bänder in Schulen beschriftet werden. Wie Wirtschaftsförderer Christoph Reuther erwähnte, können zudem Firmen aus der Region ein gelbes Band im Zevener Rathaus abholen und es im Unternehmen für die guten Wünsche an die Soldaten nutzen. Die „gelben Bänder der Verbundenheit" sollen bis zum 20. Januar zurückgegeben werden. Denn beim Neujahrsempfang in der Kaserne wollen die Bürgermeister von Zeven und Selsingen die Bänder an den Standortältesten Oberstleutnant Markus Thiel übergeben - verbunden mit der Bitte, diese den Soldaten in Afghanistan zukommen zu lassen.Damit soll demonstriert werden, dass es in der Region kein „freundliches Desinteresse" an dem Einsatz der Bundeswehr gibt, sondern sich viele Menschen hier tatsächlich verbunden fühlen mit den Soldaten aus Seedorf.Sollten die Bänder nicht ausreichen, könnten kurzfristig Exemplare nachbestellt werden, so Zevens Bürgermeister Hans-Joachim Jaap bei einem Treffen mit dem Allgemeinen Vertreter des Selsinger Samtgemeindebürgermeisters, Hans-Hinrich Pape. Letzterer regte ferner an, eventuell Bänder in den örtlichen Banken auszulegen, da diese rege frequentiert werden.


Zum Thema
Die Idee mit dem gelben Band der Verbundenheit stammt aus Holzminden, so Hans-Joachim Jaap. Dort sind viele Meter des gelben Stoffbandes gesammelt und mit kurzen Botschaften für die Soldaten in Kundus in Afghanistan beschrieben worden. So hält die Bevölkerung aus der Heimat Kontakt mit ihren Soldaten. Die klare Botschaft: „Wir denken an Euch."

 

Zevener Zeitung vom 12.01.2011