Fallschirmjägerbataillone 313

Das Fallschirmjägerbataillon 313 gehört zu den spezialisierten Kräften des Heeres und führt den infanteristischen Kampf vor allem in bebautem sowie bewaldetem Gelände. Bedingt durch die besondere Ausrüstung und Ausbildung ist das Bataillon
besonders für den Einsatz im Rahmen von Luftlandeoperationen sowie Spezielle Operationen geeignet. Darüber hinaus besitzt das Bataillon die Fähigkeit zur Unterstützung luftbeweglicher und amphibischer schneller Anfangsoperationen
sowie zum Kampf in der Tiefe. Spezialisierte Kräfte des Heeres können mit ihren Fähigkeiten den Einsatz von Spezialkräften unterstützen. Spezielle Operationen müssen jederzeit  weltweit unter allen relevanten klimatischen Bedingungen
durchgeführt werden können.


Operationen gegen irreguläre Kräfte, der Schwerpunkt im Aufgabenspektrum des Bataillons, meint den Einsatz gegen einen nicht klar identifizierbaren Gegner. Oftmals werden diese Kräfte aus als Terroristen, Guerillas oder Partisanen bezeichnet. Diese kämpfen verdeckt und halten sich regelmäßig nicht an das Völkerrecht. Einsätze gegen diese Kräfte erfordern eine Vielzahl militärischen Fähigkeiten, die weit über den rein infanteristischen Einsatz hinausgehen. Dem eigentlichen Einsatz geht eine oft monatelange Aufklärungsoperation voraus.
Operationen gegen irreguläre Kräfte werden mit der Zielsetzung geführt, dem Gegner die mögliche Unterstützung durch sein Umfeld zu entzeihen, ihn zu isolieren und so künftige Handlungen zu unterbinden.


Operationen in der Tiefe sind eine Form des indirekten Vorgehens. Sie haben den Zweck, dem Gegner die Handlungsinitiative zu entreißen, um selbst die Initiative zu gewinnen. Dabei werden eigene Kräfte hinter den feindlichen Linien
abgesetzt und nach Einsatzende wieder zurückverlegt oder durch andere Kräfte aufgenommen. Ein solcher Einsatz erfordert das enge Zusammenwirken verschiedener Kräfte und wird sich in der Regel auf Situationen eines hochintensiven Gefechtes beschränken. Schnelle Anfangsoperationen umfassen die Befähigung, aus der Luft oder von See rasch einsatzwichtige Infrastruktur wie
Häfen oder Flugplätze in die eigene Hand zu bekommen. Zu Beginn einer schnellen Anfangsoperation schaffen die Soldaten der Division Spezielle Operationen die Vorraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Folgekräften in einem Einsatzgebiet im Ausland. Die Hauptkräfte können dann nach dem
Einsatz der Division  Spezielle Operationen sicher im Einsatzgebiet landen.
Militärische Evakuierungsoperationen sind der Sammelbegriff für Operationen, bei denen Menschen im Ausland aus drohender Lebensgefahr gerettet werden. Bei militärischen Evakuierungsoperationen werden deutsche Staatsbürger, sowie
gegebenenfalls Bürger anderer Nationen, durch Soldaten der Bundeswehr aus Krisen- und Kriegsgebieten gerettet.

 

  • 311: Aufstellung  01.08.59 in VAREL
  • 291 Aufstellung 01.07.60 in STETTEN a.k.M.
  • 311Umbenennung 01.10.81 in VAREL in 313

  • 271 Umbenennung in 313 und Verlegung nach ISERLOHN

  • 313 Neuaufstellung 01.01.93 in VAREL
  • 313 Umzug nach SEEDORF 01.01.2007

 

Man sieht hier die parallele Entwicklung der Verbände, die letztlich im Zuge
der Aufstellung der LLBrig 31 zum FschJgBtl 313 firmierten: einmal das Btl
311 bzw. 313, daneben aber auch das ursprünglich 1960 als FschJgBtl 291
in Stetten a.k.M. aufgestellte FschJgBtl 271.
Wappen

Das Verbandsabzeichen des Fallschirmjägerbataillons 313 verbindet
die Traditionslinien des Fallschirmjägerbataillons 271 und das Panzergrenadierbataillons 313 und hat die Form eines spätgotischen Halbrundschilds. Das Schild ist gespalten, wobei die linke Flanke eine weiße und
die rechte Flanke eine blaue Tinktur aufweist. Die Farben Blau und Weiß sind sichtbarer Ausdruck der Traditionslinie. Panzergrenadierbataillon 313, welches als eines der ersten Grenadierverbände der Bundeswehr aufgestellt wurde und
begründen sich in den Farben des Landkreises Friesland sowie der Stadt Varel. Diese Farbauslegung Dokumentiert seit 1961 die Verbundenheit der Soldaten mit ihrer Garnison. Die Pfahlstelle stellt einen stilisierten gespaltenen Fallschirm da,
dessen Tinktur eine dem Schild entgegen gesetzte blau-weiß Färbung besitzt. Der Fallschirm weißt einen springenden Verband aus und steht für die damit verbundene Forderung von Mut und Tapferkeit da. Das Herzstück das mit der Abbildung  eines schwarzen Löwen in der Form des Wappentieres der
Staufer, dem „Staufischen Löwen" belegt. Die Staufer waren ein mächtiges Kaisergeschlecht, dass seinen Uhrsprung in Schwaben hatte und im 12. und 13. Jahrhundert in Europa herrschte. Die Aufnahme des „Staufischen Löwen" weißte
die Traditionslinie zum Fallschirmjägerbataillon 271, das im Schwäbischen Stedten am kalten Markt als Fallschirmjägerbataillon 291 erstmals aufgestellt wurde. Allgemein steht der Löwe als Sinnbild für Stärke, die, verstanden als Soldatisches

können, gegründet auf Mut und Tapferkeit in Verbundenheit mit den Menschen der Garnisonsstadt Varel, das Selbstverständnis der Vareler Fallschirmjäger aus macht.