160 km durch die Niederlande

Kurz vor dem Ziel: Überglücklich marschieren die Seedorfer Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 beim Vier-Tage-Marsch im niederländischen Nijmegen, im Rucksack deutsche und niederländische Flaggen, am Straßenrand etliche Tausend Zuschauer. Kurz vor dem Ziel: Überglücklich marschieren die Seedorfer Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 beim Vier-Tage-Marsch im niederländischen Nijmegen, im Rucksack deutsche und niederländische Flaggen, am Straßenrand etliche Tausend Zuschauer.

Das Ziel ist erreicht: Nachdem sich die Soldaten des Seedorfer Fallschirmjägerbataillons 373 bei internationalen Märschen in Belgien und Luxemburg sowie im Trainingslager rund um die Samtgemeinde Gifhorn auf über 300 Kilometern eingelaufen hatten, starteten sie jetzt gemeinsam mit 240 Kameraden der deutschen Delegation beim internationalen Vier-Tage-Marsch im niederländischen Nijmegen. Das bedeutete vier Mal je 40 Kilometer zurückzulegen.

 

Die Marschgruppe der Seedorfer Fallschirmjäger war ausgewählt worden, um bei der offiziellen Eröffnungsfeier im De Goffert-Stadion vor 20 000 Zuschauern die deutsche Teilnahme zu repräsentieren. „Mit militärischen Marschgruppen aus über 70 weiteren Nationen marschierten die Seedorfer Kameraden unter musikalischer Begleitung mehrerer Orchester sowie der applaudierenden Zuschauer in einer großen Parade ins Nijmegener Stadion ein, wo nach spektakulären Fallschirmsprüngen, musikalischen und artistischen Darbietungen internationaler Musiker und Künstler die niederländischen Vier-Tage-Märsche offiziell eröffnet wurden", so die Bundeswehr in einem Presseschreiben.

 

Trotz unbeständigen Wetters und häufiger Regenschauer habe der Viertagesmarsch erneut weit über eine Million Zuschauer angelockt, die die rund 43 000 militärischen und zivilen Marschteilnehmer mit dem Reichen von Getränken und Süßigkeiten oder mit bloßem Anfeuern auf der Marschstrecke unterstützten.

 

Im Gleichschritt, mit über zehn Kilogramm schwerem Gepäck, sowie der bordeauxroten Fahne des Fallschirmjägerbataillons 373 voran, machten sich die Seedorfer an vier Tagen auf die jeweils 40 Kilometer lange Wegstrecke. „Trotz teils heftiger Blessuren gelang es ihnen auch am vierten Tag noch mit Gesang, La Olas und einstudierter Choreographien, einen frischen und fröhlichen Eindruck bei den Tausenden Zuschauern am Straßenrand zu hinterlassen", so das Militär.

 

Als Höhepunkt bezeichneten die Seedorfer Teilnehmer nach 160 Kilometern Marschleistung den Zieleinlauf am Ende der rund sechs Kilometer langen Zielgeraden, der Via Gladiola. Hier schritten die Fallschirmjäger jubelnd und tanzend durchs Ziel, um die Belohnung - eine von der niederländischen Königin gestiftete Medaille (kleines Foto) - von ihrem eigens aus Oldenburg angereisten Brigadekommandeur, General Zudrop, verliehen zu bekommen. „Obwohl sich die Soldaten schworen sich solchen Strapazen nie wieder freiwillig auszusetzen, waren bereits wenige Stunden später alle guten Vorsätze dahin und die Teilnahme 2012 war in aller Munde.

 

Artikel der Zevener Zeitung vom 28.07.2011 (Lutz Hilken)